PRESSE

Filmnacht, Radtour, Konzert und KZ-Besuch

Veranstaltungsreihe im Stadtbezirk Mengede für Jugendliche zur Förderung von Toleranz und Demokratie - Start am 22. Mai

Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit haben in enger Zusammenarbeit mit mehreren Partnern im Mengeder Stadtbezirk in den vergangenen Jahren diverse Veranstaltungen zum Themenbereich 'Aufklärung zum Rechtsextremismus' ins Leben gerufen. Die Jugendlichen machten von den innovativen, spannenden Projekten regen Gebrauch. Grund genug für Sonja Carstens, Fachreferentin für Kinder- und Jugendförderung im Stadtbezirk Mengede, gemeinsam mit ihren Partnern eine neuerliche Veranstaltungsreihe mit Tagesprojekten und Ausflügen auf den Weg zu bringen. Motto der Aktion: 'Hass erkennen - Respekt lernen'. Zum Auftakt steht am 22. Mai von 14 bis 22 Uhr das Konzert 'Rock den Turm'  auf der Kirchturmwiese der Noah-Gemeinde an der Friedrich-Naumann-Straße auf dem Programm. Thomas Oppermann setzt sich in der Netter Freizeitstätte 'Smile' um 18 Uhr mit der Wahlpropaganda rechter Gruppierungen auseinander. Überdies geht der Referent der Frage nach, wie sich die Internetpräsenz der Rechten auf die Jugend auswirkt. In der Noah - Kirchengemeinde Nette heißt es am 2. Juni: 'Genau hingeschaut - die Filmnacht'. Gezeigt wird der Streifen " Napola - Elite für den Führer" mit Diskussion. 'Antirassismustraining"  ist am 3. Juni - ebenfalls im Gemeindehaus - ab 10 Uhr angesagt. "Wie verhalte ich mich, wenn Stammrischparolen aufkommen?" ist eine von mehreren Fragen, die die ev. Jugendreferentin Regina Kaiser mit ihren Gästen diskuttieren möchte. Sportlich wird es am 11. Juni, wenn Sozialpädagoge Peter Gehrmann zur 'Tour für Respekt' einlädt. Der Start erfogt gegen 9 Zhr von der Hauptschule Nette, Neumarkstraße. Eine Gedenkstättenfahrt ins KZ Bergen - Belsen steht am 18. Juni an. In der Westerfilder Jugendfreizeitstätte 'Kess' bietet Leiter Daniel Kolb Jugendlichen die Möglichkeit an, anderen Teilnehmern ihre persönliche Geschichte zu erzählen. Termin: 24. Juni, 15 Uhr. Ein Open Air Konzert in Bodelschwingh am 26. Juni (14 Uhr) beebdet die Veranstaltungsreihe für Jugendliche zur Förderung von Toleranz, Respekt und Demokratie.

WAZ/WR, 14.05.2010 von Norbert Jacobs

 

Angst vor neuen Alkoholexzessen

Dortmunds Falken schlagen Alarm. Drei ihrer Jugendeinrichtungen können die von der Stadt angedrohten Einsparungen von acht Prozent nur kompensieren, wenn sie öfter schließen. Dann drohen neue öffentliche Saufgelage, warnen die Betreuer.

Das „Time Out” an der Meylantstraße in Wickede, das „Chill” an der Dörwerstraße in Nette, der Kinder- und Jugendtreff an der Siepmannstraße in Kirchlinde – sie haben etwas gemeinsam: einen problematischen Einzugsbereich. Als immer weniger los war in ihrem Umfeld, machten aktionsdurstige Jugendliche draußen die Nacht zum Tag.


smile_presse_krzungen_saufmeile_hellweg2Alltag im Winter 2007: Polizeieinsatz nach Saufgelage am Wickeder Hellweg. Foto: PRINTZ.NET

Am Schlimmsten traf es Wickede. An Wochenenden wurde der Hellweg zur Saufmeile. Exzessive Alkoholgelage sorgten für eine explosive Mischung. Großaufgebote von Polizei und Ordnungsamt patrouillierten durch die Straßen. Alkoholleichen, Gewalt, Platzverweise, Festnahmen – ein hochprozentiger Winter.

Drei Jahre ist das jetzt her. Als damals das „Time Out” öffnete, war der Name Programm für Teenies und Jugendliche. Meist sind es Kids zwischen 16 und 17, die hier eine Auszeit nehmen. Einige bringen ihr Bier mit. Sie dürfen das auch. „Eine, höchstens zwei Flaschen unter Aufsicht sind erlaubt”, sagt Betreuer Klaus Schlichting. Aber es gibt Regeln. „Wer mit Wodka kommt, geht wieder. Wer Alkohol einschmuggelt, bekommt Hausverbot.”

Die Besucher haben das akzeptiert. Aber der böse Geist könnte wieder aus der Flasche kommen, befürchten die Falken. Wenn die Stadt tatsächlich bei der Jugendarbeit acht Prozent kürze, müssten die Betreiber rund 9000 Euro an den drei Standorten einsparen. Das hätte Folgen. „Wir müssten das 'Time Out' vier Wochen schließen”, sagt Rainer Hüls, Vorsitzender des Falken Bildungs- und Freizeitwerkes Dortmund – und warnt vor einem „Salto rückwärts mit unabsehbarem Verlauf”.


smile_presse_krzungen_time_out2Getrübter Ausblick: Rainer Hüls, Robert Austmann und Klaus Schlichting (v.l.) im „Time Out”. Foto: WR RALF ROTTMANN

Das „Chill” in der JFS Nette bliebe künftig an Sonntagen dicht, wenn der Rotstift des Kämmerers es will. „Das wäre katastrophal”, weiß JFS-Leiter Robert Austmann. Seit die Kids unter Obhut „chillen”, ist es sehr viel ruhiger geworden rund um das Schulzentrum Nette. Früher lagen schwere Wodka-Wolken über den Plätzen, auf denen sich die meist aus GUS-Staaten stammenden Jugendlichen des Viertels vergnügten. Heute zählen sie zum Stammpublikum im „Chill”. „Es ist ihr zweites Wohnzimmer geworden”, sagt Austmann und zitiert aus der Hausordnung: „Keine Gewalt, keine Waffen, keine Drogen, kein harter Alkohol.”

Im Kinder- und Jugendtreff Kirchlinde träfe es die Kleineren besonders hart. Dort fiele nicht nur die mobile Spielstätte weg. Auch ein Projekt zur Berufswahlfindung wäre unter Sparzwang geplatzt.

„Es ist eine Frage des politischen Willens”, erinnert Schlichting an die Unterstützung der zuständigen Bezirksvertretungen für die einzelnen Projekte. Jetzt sei es an der Zeit, Farbe zu bekennen, meint auch Hüls. „Die Politik sollte genau überlegen, was es mit dem Diktum auf sich hat, in Kinder, Jugend und Zukunft zu investieren.” Sofern sich die Stadt aus der Verantwortung ziehe, blieben die Falken mit einem Scherbenhaufen zurück – „wie ein Konkursverwalter”, so Hüls.

Westfälische Rundschau Dortmund, 15.03.2010, Klaus Brandt

 

Ein Traum für Skater unter Flutlicht

Jugendliche präsentieren pfiffige Ideen

Der Prozess zur Realisierung eines Skaterparks im Stadtbezirk Mengede zeichnet sich nicht nur durch kontinuierliche Beteiligung von Jugendlichen aus. Sondern auch durch pfiffige Ideen und ein hohes Maß an eigenverantwortlichem Denken der Zielgruppe.


SkateparkSo oder so ähnlich - also auch mit Flutlichtmast - könnte der Skaterpark bald an der Haberlandstraße entstehen.

Junge Mengeder stellten der Bezirksvertretung Mengede am Mittwoch (3.3.) ganz genau vor, wie sie sich den Skaterpark vorstellen: Er soll mit attraktiven Hindernissen wie Treppen ausgestattet sein, die es den Skatern erlauben atemberaubende Figuren zu fahren. Durch eine sinnvolle Anordnung der Rampen und Hindernisse soll Fahrfluss gewährleistet sein.

Skatepark soll sich von anderen unterscheiden

Der Skatepark dürfe nicht von einer szenefremden Firma gebaut werden. Er soll sich grundlegend von anderen Skateparks in Dortmund unterscheiden, d. h. keine Asphaltfläche mit Fertigteilen haben.

Nach Vorschlag der Jugendlichen könne der Park aus so genanntem Ortbeton und Spritzbeton gebaut werden, was weniger Rollwiderstand als Asphalt biete und Standsicherheit der Hindernisse gewährleiste.

"Wir wollen einen Skatepark, bei dem unsere Wünsche maßgeblich entscheidend für Planung und Bau sind", lautete die nicht unbescheidene aber von den Politikern wohlwollend zur Kenntnis genommene Forderung in der Bezirksvertretungssitzung.

Die Jugendlichen ernteten viel Lob für ihre Vorarbeit. Peter Kozlowski machte sogar den Vorschlag, die Jugendlichen finanziell so auszustatten, dass sie einen Fachberater engagieren können.

Antrag passierte einstimmig das Vorortparlament

Der gemeinsame Antrag von CDU. SPD und Grünen, dass Verwaltung, Fachfirma und Jugendliche eine Grundsatzplanung entwickeln sollen, in der die Vorschläge der Jugendlichen berücksichtigt werden, passierte einstimmig das Vorortparlament.

Joachim Farnung, Sprecher der CDU-Bezirksfraktion, dämpfte allerdings angesichts der Haushaltslage möglichen Optimismus: "Ich hoffe, dass wir die finanziellen Mittel zusammen bekommen. Wir sollten nicht Hoffnungen wecken, die wir nicht halten können."

Ruhr Nachrichten, von Arndt Brede am 5. März 2010 15:25 Uhr
 

Neues Mekka für Skater und Biker soll kommen

Skaterprojekt_11-09

Mengede. Seit Monaten fordern Jugendliche einen Skaterpark im Stadtbezirk - in Kombination mit einer Mountainbike- und BMX-Anlage. Ein Standort ist anvisiert. Die Bezirksvertretung signalisierte Unterstützung - und hofft jetzt auf eine schnelle Prüfung durch die Verwaltung.

An Vorschlägen fehlt es nicht, denn seit längerem schmieden die Teenager in den Jugendfreizeitstätten Nette und Westerfilde Pläne, wie eine Skateranlage im Stadtbezirk Mengede aussehen könnte. Sogar Miniaturmodelle eines zukünftigen Parks haben sie gebastelt und bei Touren durch die Stadtteile nach einem geeigneten Gelände Ausschau gehalten. Mitte Mai, im Rahmen des DO-Forums, präsentierten sie ihre Ergebnisse dann den Sprechern der Fraktionen in der Bezirksvertretung Mengede. Und die Vorschläge stießen auf eine einhellig positive Resonanz: Manfred Jockheck (Grüne) fand es „astrein, was ihr hier macht”, Joachim Farnung (CDU) sprach von dem „politischen Willen, euch bei diesem Vorhaben zu unterstützen”, und Werner Locker (SPD) kündigte an, „daraus einen gemeinsamen Antrag für die nächste Sitzung der Bezirksvertretung zu formulieren” (die Stadtteil-Zeitung berichtete).

„Es sollte etwas Adäquates sein, keine Billiglösung für 20 000 Euro.”

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12. Erlebnisnacht in Mengede

12. Erlebnisnacht in Mengede:  Klettern, kicken und Cocktails trinken

Mengede. Dass die „Erlebnisnacht” der AG 78 hält, was der Name verspricht, hat sich herumgesprochen: In den vormaligen Zechenhallen an der Barbarastraße fand am Wochenende (20./21. November) die zwölfte Auflage statt – und viele Jugendliche kamen.

smile_erlebnisnacht_mengede2Über einen „Durchlauf von rund 250 Jugendlichen oder mehr” freute sich Peter Gehrmann, Sprecher der AG 78 in Mengede, ebenso wie Sonja Carstens, Fachreferentin für Kinder- und Jugendarbeit im Stadtbezirk.

Die sozialpädagogisch ausgebildeten Mitarbeiter gaben sich alle Mühe, den Gästen (Zielgruppe: 11 bis 16 Jahre) möglichst viele Aktionen zu bieten: Da betätigte sich etwa Daniel Kolb, Leiter der JFS Westerfilde, an diesem Abend als Barkeeper und mischte alkoholfreie Cocktails.

In den vormaligen Zechenhallen an der Barbarastraße lassen sich viele Kisten stapeln. Ein Kletterparadies. Fotos: Jochen Linz Foto: Linz/PiLi beim Autor

In der „Pimp-Up-Your-Hair”-Ecke ein paar Meter weiter machte Fiona Forde (BiSZ) eine gute Figur als Friseurin. Und damit die Jugendlichen, vor allem Mädels, sich mit ihrem neuen Style ablichten lassen konnten, drückte Kristina Schmidt (PSG/JaM) x-fach auf den Auslöser.

Robert Austmann (Smile) achtete derweil darauf, dass sich die Kids beim Kistenklettern gefahrlos vergnügen konnten, während sich Ursula Koblitz und Claudia Kowollik (HoT) um die Versorgung mit kleinen Erfrischungen und Snacks kümmerten – angeboten zum Sparpreis von jeweils 50 Cent. Das kam bei den Kids und Teenagern ebenso gut an wie die interaktiven Multi-Media-Angebote oder auch der durchaus lehrreiche Rauschbrillenparcours. Erneut war das Street-Kick-Turnier des Fanprojekts der große Renner: 36 Teams gaben ihr Bestes, um sich in die Siegerliste einzutragen und die diversen Preise abzuräumen.

Andere junge Besucher wollten sich lieber keinen Stress machen: Zum Beispiel Jana, Paulina und Jerome (jeweils 13), die in der „Chill-Out-Zone” abhingen. Sie fanden die Cocktails „lecker” und den Abend „total cool”.


Nord-West, 22.11.2009, Christian Chmel

 
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