NETTE Diese Geschichte fing eigentlich gar nicht gut an. An einem lauen Frühlingsabend verlagerten ein paar Jugendliche, die vorher die Jugendfreizeitstätte Nette Smile besucht hatten, ihr Treffen ins Freie. Die Stimmung war gut, wurde immer ausgelassener, irgendwann flogen Gegenstände über die Zäune der Grundstücke an der Neumarkstraße.

Am nächsten Tag erreichten die Beschwerden der Anwohner Robert Austmann, den Smile-Leiter. Der reagierte sofort, suchte die Anwohner auf, um sich zu entschuldigen, und wurde überrascht: „Die waren gar nicht böse, die waren richtig nett.“ Wie besonnen die Nachbarn reagiert hatten, verriet Austmann seinen Jugendlichen nicht, sondern hielt vor versammelter Mannschaft eine gesalzene Standpauke.
Das war mal ein ganz normaler Zaun, jetzt ist Robert Austmann stolz auf dieses Denkmal guter Nachbarschaft. (Foto: Bergmann)
Die zerknirschten Jugendlichen zeigten Courage und gingen geschlossen zu den betroffenen Anwohnern und wurden ebenfalls überrascht. Denn aus der Stimmung des ungewöhnlich angenehmen Gespräches entwickelte sich eine Idee. So richtig schön ist die Rückseite des Zaunes eigentlich nicht, da müsste man doch was machen.
Robert Austmann schaltete schnell: „Wir arbeiten regelmäßig und erfolgreich mit dem Grafitti-Künstler Adrian Pruß zusammen, da lag ein neues Grafitti-Projekt nahe.“