Friedlicher Wettbewerb
Friedlicher Wettbewerb
NETTE In der Jugendfreizeitstätte Smile kommt eines zum anderen. Die Jugendlichen in Nette lieben den Wettbewerb.
Höhlenforscher aus Nette: Zum wöchentlichen Programm des Smile gehört eine Exkursion. In den Osterferien ging es für die Kinder und Jugendlichen in die Kluterthöhle in Ennepetal.
Foto Bergmann
Zuerst waren da zum Beispiel die tanzbegeisterten Jugendlichen. Sie gründeten mit einem Tanzlehrer das Streetdanceprojekt "Storm Style". Zusammen ertanzten sie sich bei Wettbewerben die ersten Pokale und entwickelten die Idee zu einem eigenen Turnier. Im Jahr 2007 war das Smile der Gastgeber für ein Tanz-Turnier, an dem 17 Gruppen und mehr als 400 Besucher teilnahmen. Diese Karriere einer kleinen Idee fand in nur drei Jahren statt. "Das hat richtig Spaß gemacht", erinnert sich Robert Austmann, Leiter der Einrichtung, und freut sich auf die nächste Ausgabe des Turniers.
Die Besucher der Einrichtung des Falken Bildungs- und Freizeitwerk Dortmund (FBF) scheinen aus jedem Freizeitvergnügen irgendwann einen Wettbewerb zu machen. Im Flur des Smile stehen drei Kicker-Tische. Nach Jahren des Trainings fühlten sich die Jugendlichen bereit und veranstalteten ein erstes Kickerturnier. Mittlerweile findet das Turnier jährlich statt. Zuletzt kamen über 180 aktive Spieler, für die Robert Austmann 14 Kickertische organisieren musste.
Gemeinsames Kochen
Drittes Beispiel: Einmal in der Woche steht für die Kinder und für die Jugendlichen gemeinsames Kochen auf dem Programm. "Die Jugendlichen in Nette scheinen immer Hunger zu haben", scherzt Austmann über die Beliebtheit dieses Angebotes. Mittlerweile sind die Smile-Besucher so gut am Herd, dass sie gegeneinander im Kochduell antreten - frei nach dem Vorbild im Fernsehen. "Die sind richtig gut, das Essen ist echt lecker", weiß Robert Austmann und freut sich scheinbar darauf, wieder Mitglied der Jury zu werden, die das Essen probieren darf.
Wie eine klassische Jugendfreizeitstätte bietet das Smile wochentäglich sein offenes Angebot für Kinder und Jugendliche. Doch die Stärke der Netter sind die Aktionen. Zusammen mit den Jugendlichen aus drei anderen Einrichtungen gab es im vergangenen Herbst das spektakuläre Revue-Projekt "Mit Spaß gegen Hass". "Wenn wir die Fördermittel bekommen, gibt es in den kommenden Herbstferien ein Zirkus-Projekt", sagt Austmann, der bereits in den Planungen steckt.
Die Öffnungszeiten: Die Jugendfreizeitstätte Nette ist von Dienstag bis Freitag in der Zeit von 15 bis 18 Uhr für Kinder (6-12 Jahre) und von 17 bis 21 Uhr für Jugendliche (13 bis 22 Jahre) geöffnet.
Von 21 bis 24 Uhr verwandelt sich das Smile in das Chill. Dann können Jugendliche zwischen 16 und 22 Jahren die Räume selbstbestimmt als informellen Treffpunkt nutzen. Das Chill wurde im Rahmen der „aufsuchenden Jugendarbeit entwickelt.
Neben dem offenen Angebot gibt es täglich Programm. Es gibt einen Koch-Tag, einen Ausflugstag, einen Tag fürs Werken und einen Turniertag.
Das Smile befindet sich im Oberstufentrakt des Heinrich-Heine-Gymnasium, Dörwerstraße 36. Kontakt: Tel. 15 05 217 oder
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Von Holger Bergmann am 30. März 2008 16:31 Uhr

