Nette. Seit zwei Jahren gibt es das Chill-Projekt. Ein Projekt, gedacht für schwierige Jugendliche in der Jugendfreizeitstätte Smile in Nette. Bei einer Infoveranstaltung hob das Chill-Team die erfolgreiche Arbeit in dieser Zeit hervor.


Gerard und Alexander berichteten aus Sicht der jugendlichen Besucher über das Chill

Vor Vertretern des Jugendamtes, der Polizei, der Bezirksvertretung und Bürgern nahm das Team die Gelegenheit wahr, um über die Entstehung, Entwicklung und heutigen Arbeitsansätze des Projektes zu berichten.

Die positive Arbeit beruhe auf einer Situationsanalyse des Sozialbereichs Nette, einer Beziehungsarbeit mit den "schwierigen Jugendlichen" und auf einer guten Zusammenarbeit mit Jugendamt und Polizei, sagte Robert Austmann. Der Leiter der JFS Nette: "Wir wollen die Jugendlichen nicht verdrängen. Sie haben ein Recht darauf, sich irgendwo zu treffen. Wir wollen mit unserer Arbeit Einsicht und Verständnis wecken."

So sei es gelungen, die Brennpunkte am Hallenbad und am Rewe zu verlagern. Seit die Jugendlichen die Möglichkeit haben, an fünf Tagen in der Woche die Räumlichkeiten des Smile von 21 bis 24 Uhr für sich im Chill selbstbestimmt zu nutzen, konnten die Problemzonen zusätzlich entschärft werden. Der Leiter der Polizeiwache Mengede, Clemens Marischen, konnte diese Aussage nur untermauern: "Seit dem das Projekt besteht, ist ein deutlicher Rückgang der Polizeieinsätze zu verzeichnen" - so seine eindeutige Aussage. Sein Wunsch ist, dass das Chill auch Samstag geöffnet hat.

Gudrun Feldmann, Mitglied der Bezirksvertretung Mengede, stellte fest: "Das subjektive Sicherheitsempfinden der Anwohner im Bereich des Schulzentrums hat deutlich zugenommen." Werner Locker (SPD) dankte den Chill-Mitarbeitern: "Wir haben hier eine Einrichtung, um die uns andere Stadtbezirke beneiden." Sonja Carstens als Vertreterin des Jugendamtes stellte die gute Zusammenarbeit mit den Projektpartnern des Chills heraus und betonte, dass sich die problematische Anfangssituation seit dem Start des Projektes deutlich verbessert habe. Willi Habecke, stellvertretender Abteilungsleiter im Jugendamt, stellte eine weitere Finanzierung über 2008 in Aussicht.

Dortmund Nord-West, 15.02.2008