WESTERFILDE "Alle Italiener ernähren sich von Pizza, jeder Russe heißt Ivan und Franzosen tragen eine Baskenmütze." Derartig falsche Vorurteile sind in vieler Munde. Und auch an Kinder und Jugendliche werden sie herangetragen.

In der Jugendfreizeitstätte (JFS) "Kess" in Westerfilde wurde jetzt mit diesen und einigen anderen Klischees aufgeräumt. Unter dem Motto "Mit Spaß gegen Hass" hatten rund 50 Kinder in den Herbstferien an einem Theaterprojekt gegen Rechts teilgenommen. Jetzt präsentierten sie das Ergebnis, eine Revue die deutlich machte: "Gewalt ist keine Lösung!"

Ein eigens erarbeitetes Puppenspiel war ein Plädoyer für mehr Toleranz.

"Es ist wichtig, Kinder frühzeitig gegen diese Art von Diskriminierung standhaft zu machen", erklärte Hilde Wischnewski, Leiterin der JFS. Die Jugendfreizeitstätten in Westerfilde, Nette und Mengede und das Jugendamt Dortmund wollten mit dem Projekt bei den Kindern das Bewusstsein für dieses Thema wecken.

In verschiedenen Workshops studierten die Acht- bis 14-Jährigen Tänze ein, gestalteten das Bühnenbild oder lernten ihre Rollen. In der zweiten Ferienwoche stellte die Theaterpädagogin Verena Meyer eine Revue der Ergebnisse mit ihnen zusammen, die bei den zahlreichen Zuschauern auf Begeisterung stieß.

In einem Puppenspiel verdeutlichten die Mädchen und Jungen, dass Zivilcourage gezeigt werden muss, wenn in der Bahn jemand angepöbelt wird. Tanzbegeisterte Mädchen bewiesen, dass eine Freundschaft mit Jugendlichen aus einem fremden Land viel Freude bringen und lehrreich sein kann.

Ruhr Nachrichten. Von Katrin Kandula am 12. Oktober 2007

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